Leserbriefe Walter Hegner, Leo-Morf, 2013-10-08

Leserbrief von Walter Hegner, Chur, Vize-Präsident der SVP Graubünden. Erschienen in der Südostschweiz am 8.10.2013

Leserbrief von Walter Hegner, Chur, Vize-Präsident der SVP Graubünden. Erschienen in der Südostschweiz am 8.10.2013

Leserbrief von Walter Hegner, Chur, Vize-Präsident der SVP Graubünden. Erschienen in der Südostschweiz am 8.10.2013 mit diesem Text:

Das Geschwätz
von Lenkungsabgaben
Zum Kommentar «Das geschwätz vom Strommarkt» in der Ausgabe vom 5. Oktober.
Wer erklärt den Wind- und Sonnenenergieaposteln endlich, dass wir Energie rund um die Uhr während 24 Stunden brauchen? Mit unzuverlässigen Energiequellen ist unsere Dienstleistungs- und Industriegesellschaft nicht aufrechtzuerhalten. Darum ist es richtig, die Subventionen und Einspeisevergütungen für Wind- und Sonnenenergie zurückzufahren und ganz sicher auch keine Lenkungsabgabe einzuführen. Es genügt, dass Deutschland mit einem Übermass an Subventionen bereits Milliarden verbraten und damit den Markt abgewürgt hat. Die Planwirtschaft im Energiesektor darf nicht weiter ausgebaut werden.
Das Wort Energiewende, übereilt entstanden nach einer singulären, riesigen Naturkatastrophe und unverzeihlichen menschlichen Fehlern, ist ein Unwort. Es ist die Pflicht von Forschung und Wissenschaft, den Menschen alle möglichen Energiequellen nutzbar zu machen. Ein Energiemix ähnlich wie heute gibt die grösste Stabilität in Bezug auf Sicherheit und ökonomische sowie ökologische Bedürfnisse von unserer Gesellschaft. Weder Geothermie, noch Fracking, noch Atomstrom dürften vom technischen Fortschritt ausgeschlossen werden. Ideologien führen wie bei der Klimahysterie mit ihren wackligen Modellen nur zu unbrauchbaren Resultaten.
Walter Hegner, Chur

Im der gleichen Datei ist ein weiterer Leserbrief abgebildet, von Leo Morf, mit diesem Text:

Voll ins Schwarze getroffen
Zum Kommentar «Das geschwätz vom Strommarkt» in der Ausgabe vom 5. Oktober.
Journalist Hanspeter Guggenbühl könnte seinen Kommentar zu einer weiteren (eigentlich überflüssigen) Studie zum Subventionsthema nicht besser verfassen. Gratulation! Auch wenn die Herausarbeitung der Grundlagen sehr aufwendig und kompliziert ist, gibt es genügend weltweit renommierte Studien, die belegen, in welch ungeheurem Masse Risiken und Umweltschäden von atomarer und fossiler Energieerzeugung heute immer noch auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. So sind nach Epstein et al. (2011), einer Studie der renommierten Stanford-Universität, die wahren Kosten von Kohlestrom (ab Kraftwerk!) nicht rund fünf Rappen pro Kilowattstunde, sondern konservativ geschätzt mindestens 15 Rappen (es können aber auch über 30 Rappen sein)! Wer sich ein Bild machen möchte, was hinter den Zusatzkosten so alles steckt, dem wird der eindrückliche US-amerikanische Dokumentarfilm «The Last Mountain» dringend empfohlen. Daraus folgt, dass die neuen erneuerbaren Energien schon heute eigentlich weitestgehend konkurrenzfähig sind. Was es dringend braucht, sind:
■ ein globaler/freier Markt, der die wahren Kosten voll enthält;

■ klare/verbindliche langfristige Ziele für die Wende in der Energiepolitik (Investitionssicherheit), die konform mit unserer Verfassung sind;
■ analog zu früheren Energie-Technologiewechseln Entwicklungsgelder und Human power für die noch zu optimierenden technischen Herausforderungen der Energiewende (zum Beispiel Speicherthematik).
Sind diese Punkte erfüllt, können die nächsten Generationen in der Schweiz sowie global nur profitieren!
Leo Morf, Grüsch

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